Oldtimer Gutachter Christoph Pichura Bochum Oldtimer Experten, Oldtimerbewertung, Zustandsnoten für Oldtimer, Zustandnote Oldtimer,Definition Oldtimer, Oldtimerdefinition,Oldtimer Gutachten, Oldtimer Sachverständige Bochum

Der Zustand eines Oldtimers


Unter einem Zustand versteht man die Beschaffenheit eines Objekts, resultierend aus der Gesamtheit seiner Eigenschaften unter Berücksichtigung festgelegter Kriterien. Warum überhaupt eine Zustandsermittlung? Eine Zustandsermittlung ist dann vonnöten, wenn gleichartige Objekte von anderen Objekten abgegrenzt, unterschieden oder miteinander verglichen werden sollen. Mit dem Zustand wird die Beschaffenheit eines Objekts festgelegt und beschrieben.


Die Zustandsnoten für Oldtimer: Definition








Kadett A?  Hier klicken!
Perfekter Innenraum


Die Qual der Wahl: restauriert oder original?
Die Antwort ist ganz einfach - natürlich original!



Während restaurierte Oldtimer fast beliebig wieder restauriert und reproduziert werden können, ist ein unberührter und unrestaurierter Originalzustand einmalig und unwiederbringlich. Bei solchen Fahrzeugen führen etwaige Fertigungstoleranzen im Rahmen des Qualitätsstandards des Herstellers während des Bauzeitraums des Fahrzeugs zu keiner Wertminderung. Ebenso verhält es sich bei sichtbaren Spuren der Jahre (Patina), die sich zwangsläufig durch den bestimmungsgemäßen Gebrauch ergeben. Ein einwandfreier technischer Zustand ist selbstverständlich als obligatorisch zu betrachten. Wird zusätzlich noch die Geschichte eines Oldtimers lückenlos und nachvollziehbar dokumentiert, kann sich dessen Wert deutlich erhöhen. Demgemäß sind auf solche überdurchschnittlich gut erhaltenen und unrestaurierten Fahrzeuge die üblichen Zustandsnoten für Oldtimer nur eingeschränkt übertragbar.




Spuren der Jahre, die keine Wertminderung bedeuten.


Die gängigen Zustandsdefinitionen können in Bezug auf historische Motorsportfahrzeuge nur als grober Anhaltspunkt verwendet werden und sind eher selten auf Fahrzeuge dieser Art voll übertragbar. Ein Motorsportfahrzeug hat nur eine Aufgabe: Es muss siegreich am Ziel ankommen. Der perfekte Zustand des Antriebs ist deshalb obligatorisch und dient zugleich als wichtigstes Bewertungskriterium bei der Zustandsfindung. Die Optik hingegen spielt bei Fahrzeugen dieser Art eher eine untergeordnete Rolle. Daher sollen leichte, durch den bestimmungsgemäßen Gebrauch entstandene "Kampfspuren" nicht als gravierend wertmindernd angesehen werden. Als solche gelten zum Beispiel kleine Beschädigungen der Lackoberfläche, Steinschläge, minimale Verformungen des Fahrzeugunterbodens, Gebrauchspuren im Innenraum sowie abgegriffene Bedienelemente.


Die Originalität und die Fahrzeuggeschichte beschreiben nicht den Zustand einer Sache, sie zählen somit nicht zu den zustandsbildenden sondern ausschließlich zu den wertbildenden Faktoren. Aus diesem Grund habe ich im Sommer 2007, also noch während meiner Zeit bei Classic-Data, die bis dahin allgemein gültige jedoch irreführende Definition der Zustandsnote "1" ändern lassen. Der Hinweis auf Originalität, Historie sowie der Passus "unbenutztes Original (Museumsauto)" entfallen. Seit 2007 gilt nur noch die neue Fassung.






Der Widerspruch des Restaurierens


Was ist mit dem Begriff Restaurierung gemeint?
Restaurieren heißt einfach und verständlich ausgedrückt: Das vorhandene Objekt wird wiederhergestellt.
Genau hier fängt die eigentliche Problematik des Restaurierens an. Das Objekt der Begierde wird schnell gefunden, inspiziert, eine Bestandsaufnahme wird gemacht, es wird zerlegt und drauflos "restauriert". Viele Originalteile lassen sich in den Ursprungszustand versetzen. Jedoch nicht alle. Nicht vorhandene Teile lassen sich zwar ersetzen oder rekonstruieren, aber nicht wiederherstellen. Was nicht vorhanden ist, kann auch nicht wiederhergestellt werden, demnach nicht restauriert werden.
Viele Fahrzeug-Neuaufbauten werden irrtümlicherweise als restauriert tituliert, obwohl sie die eigentlichen Attribute des Restaurierens nicht besitzen. So z.B. etwa im Jahre 1933 bei einem Rennen verunglückter und zur Unkenntlichkeit zerstörter Rennwagen, der, in eine bunte, atemberaubende und selbstverständlich einmalige Geschichte eingebettet, plötzlich frisch und original restauriert wieder auftaucht.
Dieses Märchen funktioniert nur, weil wir Geschichten lieben, sie regen unsere Fantasie an, lassen die Realität eine Zeit lang vergessen. Das ist auch gut so, sonst würden wir wahrscheinlich diesen Schwachsinn niemandem für so viel Geld abkaufen. Ja, es ist schwachsinnig zu behaupten etwas, das nicht vorhanden ist, zu restaurieren, wiederherzustellen, als ob wir physikalisch in der Lage wären, Dinge ungeschehen zu machen. Zerstört ist zerstört, verbrannt ist verbrannt, kaputt, nicht brauchbar oder überhaupt nicht mehr existent. Was will man hier restaurieren? Etwa die theoretisch existierende und frei gewordene Fahrgestellnummer, die angeblich mit ein Paar Schrauben und dem verbrannten Schuh des Rennfahrers noch am Unfallort gerettet wurde?
Ist das wirklich noch Automobilgeschichte?


Verrückte Welt.


Die Totalrestaurierung


Die Totalrestaurierung, eines Oldtimers beinhaltet immer das Zerlegen und das Instandsetzen des Fahrzeugs bis in die letzte Schraube. Die meisten mir bekannten Oldtimer sind höchstens teilrestauriert, obwohl sie von ihren Besitzern fälschlicherweise als total restauriert betitelt werden. Nicht wenige davon wurden gerade mal in frische Farbe getaucht und deren Technik wurde höchstens teilüberholt.


Keine Zustandsnote "Eins" ohne belegbarer Totalrestaurierung!
Die Totalrestauration
Eine total zerlegte Hinterachse
Zerlegtes Getriebe
Querträger vorne
Totalrestaurierung!


Liebe Kollegen Sachverständige, Anwälte, Richter und Interessierte.


Anhand der folgendenden Fotos können Sie am praktischen Beispiel den enormen Aufwand einer Totalrestaurierung eines Opel Kadett A sehen. Die Fotos verdeutlichen auszugsweise was mit dem Begriff "Komplettrestaurierung" gemeint ist.
 
Sie haben noch Fragen? Kein Problem, setzen Sie sich mit uns in Verbindung.
Querträger vorne rechts
Seitenschweller vorne links
Das was noch von der karosserie übrig blieb
Anpassen der Schwißbleche
Differential, Blattfeder, Achsrohre, Bremsen.
Quelenker vorne Gummilagerung
Getriebe, Zahnradblock, Schaltgabel
Motor zerlegt
Zylinderkopf, Kurbelwelle, Kolben, Pleuel, Nockenwelle, Stößelstangen, Kipphebeln
Lenkgetriebe
Verkupferte Zierteile
Verkupferte Zierteile
Verkupferte Zierteile
Chromteile
Innenradhaus vorne kinks
Scheinwerfertopf
Die zu verchromenden Teile werden zuerst verkupfert dann vernickelt und zuletzt erst verchromt
Bereits verchromte Zierteile, die vorderer Stoßstange wurde bereits verkupfert
Bereits verchromte Batterieplatte, Zustand 1
Perfekt verchromte Stoßstange, Zustand 1
Das Ziel des Fahrzeugeigentümers ist das Erreichen der Zustandsnote 1. Folglich wird die Restaurierung bis zu deren Beendigung laufend durch uns begleitet und dokumentiert.
Sie benötigen Hilfe? Fragen Sie ruhig: Kontakt

 
 
Besucherzähler Quellcode